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Review at Nonpop.de (German) :
http://www.nonpop.de/nonpop/index.php?mkey=SOLANACEAE-st&type=review&area=1&p=articles&id=1739

Wie bereits weithin bekannt sein dürfte, verbirgt sich hinter dem Projekt SOLANACEAE
niemand anderes als KIM LARSEN,
der hier neben OF THE WAND & THE MOON ein weiteres Betätigungsfeld eröffnet.
Der Grund für die Trennung dieser beiden Projekte lässt sich vielleicht mit etwas Phantasie
aus dem Namen des neuen Projektes selbst extrahieren,
handelt es sich bei SOLANACEAE doch um die Familie der Nachtschattengewächse –
was dem Ganzen eine organische, beschattete Natürlichkeit verleiht.
Nimmt man jetzt noch hinzu, dass einige Pflanzen aus eben dieser Familie – nicht zuletzt Tabak,
aber auch die Tollkirsche oder die Alraune, letztere neben ihrer mystischen Bedeutung –
als Rauschmittel dienen können,
so kann man sich beim Hören der Musik eine Erklärung für dieses neue Projekt kühn erschließen.
Tatsächlich klingt das schlicht selbstbetitelte Album organischer, ruhiger und psychedelischer als OTWATM,
wobei sich zudem ein gewisser amerikanischer Folkeinfluss erkennen lässt –
exemplarisch in „Through The Trees Spears The Sun“.
Wenn man beim Hören von OTWATM aufgrund der Verwendung von Keyboardklängen,
Samples und nicht zuletzt aufgrund der etwas – jedenfalls auf den letzten Alben -
strengeren musikalischen Ausrichtung und Struktur vielleicht manchmal eher an Herbst- oder Wintermusik denkt, dann werden beim Hören des neuen Materials Gedanken an eine warme, stille Sommernacht geweckt.
Der Rhythmus wird verlangsamt, die Klänge fließen ineinander und wirken verspielter, ufern aus,
treiben in die Nacht hinaus. Schritte im Gras und zirpende Insekten.
Statt der drängend angeschlagenen Gitarre dominiert das zartere Saitenspiel.
Das geht sicher zu Lasten einer vordergründigen Eingängigkeit, die gerade „Sonnenheim“ auszeichnete,
zwingt aber dazu, sich mehr auf das Material einzulassen.
Deshalb muss man auf wunderbar melodische Stücke keinesfalls verzichten,
wobei KIM LARSEN gesangstechnisch gerade bei dem reduzierten,
flott folkigen „The Blood Of My Lady“ für seine Verhältnisse geradezu über sich hinauswächst –
wie er sich auf dieser Platte im Gesamteindruck ohnehin zaghaft etwas mehr in Richtung Gesang begibt.
Aber auch das sanft schwebende doch stark an OTWATM erinnernde
„I Saw Them Through The Pines” wie auch das von JOHN VAN DER LIETH von SONNE HAGAL gesungene
„Midnight Garden“ oder das hypnotische „The Swallows Spirals Through Them“ überzeugen.
Wie es mittlerweile verbreitet zu sein scheint, versammelt auch dieses Album wieder eine größere Zahl von Gästen, die unter anderem Gesang, Gitarre, Violine, Bodhran, Akkordeon, Flötenklänge und Perkussion beisteuern,
wobei der Zusammenhalt der Platte dadurch gewährleistet wird,
dass KIM LARSEN den Gesang nur bei drei Stücken abgibt
und die Gäste zudem häufig an mehreren Stücken beteiligt sind, was die Kontinuität zusätzlich erhöht.
Neben dem bereits erwähnten JOHN VAN DER LIETH tragen vor allem MICHAEL LAIRD von UNTO ASHES
aber auch PYTHAGUMUS MARSHALL (NOVEMTHREE) ihren Teil bei.
Zu erwähnen ist zudem vielleicht noch der Gesangsbeitrag von CHELSEA ROBB (ARROWWOOD) in „O Deep Woods“, der den Song förmlich nächtlich,
mystisch und verträumt dahingleiten lässt und dabei etwas an das wunderbare ARROWWOOD-Stück
„In Ruin“ erinnert.
Überhaupt entsteht durch die Gastbeiträge eine interessante Überkreuzung von Stücken der Alben „Jordansfrost“ von SONNE HAGAL, „The Blood Of My Lady“, dem neuen Album von UNTO ASHES,
und eben dem vorliegenden Album von SOLANACEAE.
Letztlich ist bei SOLANACEAE nicht alles anders als bei OTWATM
aber der Gesamteindruck gerade im Vergleich zu „Sonnenheim“ lässt doch einige Unterschiede erkennen,
wobei SOLANACEAE auf eine gewisse Art befreiter wirkt als das Hauptprojekt.
Auf jeden Fall liegt mit dieser Veröffentlichung ein sehr atmosphärisches, teilweise intim wirkendes,
aber dennoch packendes und vielfältiges Album vor.

Tony F. für nonpop.de

 



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